Elektrotechniker

Überbetriebliche Lehrunterweisung

Überbetriebliche Lehrunterweisung

Im Rahmen der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Elektroniker im Handwerk werden neun Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLU) im Bildungs- und Technologiezentrum durchgeführt.

Die Akademie für Elektro- und Informationstechnik (AKEI) organisiert die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, diverse Weiterbildungen und die Meisterschule im Elektrohandwerk des Landes Berlin.

Die AKEI ist eine Kooperation des Landesinnungsverbandes der Elektrotechnischen Handwerke Berlin-Brandenburg und der Handwerkskammer Berlin.

Lehrgänge

im 1. Lehrjahr

  • Bearbeiten, Montieren und Installieren
  • Messen und Analysieren
  • Informationstechnische Systeme
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im 2. Lehrjahr

  • Installieren und Prüfen elektrischer Systeme
  • Installieren von Systemkomponenten und Netzwerken
  • Einrichten und Prüfen von Steuerungen
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im 3./4. Lehrjahr

  • Einrichten und Prüfen von Antriebssystemen und Kompensationsanlagen
  • Einrichten, Konfigurieren und Prüfen von Gebäudeleitsystemen und Fernwirkeinrichtungen
  • Einrichten, Prüfen und Inbetriebnahme von Energieumwandlungssystemen und deren Leiteinrichtungen
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Ziele der Lehrunterweisung

Das Ziel der Überbetrieblichen Lehrunterweisung ist es, die betriebliche Ausbildung zu vertiefen und zu ergänzen. Technologien, die im Ausbildungsbetrieb nicht vermittelt werden können, werden geschult und der Auszubildende auf seine Zwischen- und Gesellenprüfung vorbereitet.

In der Unterweisungsgruppe können die Lehrlinge ihr Wissen austauschen und ihr eigenes Leistungsvermögen einschätzen.

1. Lehrjahr

In dieser Überbetrieblichen Lehrunterweisung werden folgende praktischen Arbeiten geschult:

  • Stromversorgungen beurteilen
  • Stromkreise und Schutzmaßnahmen festlegen
  • Leitungswege und Gerätemontageorte unter Beachtung der EMV festlegen
  • Leitungen auswählen, Baugruppen und Geräte verdrahten
  • Leitungsverlegesysteme auswählen und montieren
  • Verteiler, Schalter und Steckvorrichtungen auswählen und montieren
  • Material, Werkzeuge und Hilfsmittel auftragsbezogen vorbereiten
  • Einschübe, Gehäuse und Schaltgerätekombinationen einrichten
  • Leitungen auswählen, sowie Baugruppen und Geräte verdrahten
  • Leitungen zurichten und mit unterschiedlichen Anschlusstechniken verdrahten
  • Messverfahren und Messgeräte auswählen
  • Elektrische Größen messen, bewerten und berechnen
  • Kenndaten und Funktion von Bauteilen und Baugruppen prüfen
  • Steuerschaltungen, insbesondere mit logischen Grundfunktionen analysieren, Steuerungen und Regelungen hinsichtlich ihrer Funktion prüfen und bewerten
  • Sachverhalte und Informationen zur Abwicklung von Aufträgen aufnehmen, wiedergeben und auswerten
  • Leitungen sowie Baugruppen und Geräte auswählen und verdrahten
  • Komponenten für Informations- und Kommunikationssysteme auswählen
  • Geräte aufstellen, anschließen, konfigurieren und einrichten
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und protokollieren
  • Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln suchen, zur Beseitigung beitragen und dokumentieren

2. Lehrjahr

  • Kennenlernen der BG-Vorschriften DGUV Vorschrift 1 - Grundsätze der Prävention - und DGUVA3 - Elektrische Anlagen und Betriebsmittel und der Bedeutung der VDE Bestimmungen (VDE 0100)
  • Kennenlernen der Übersicht zu den Schutzmaßnahmen DIN VDE 0100 Teil 410 und das Beherrschen der Schutzmaßnahmen nach Erläuterung und praktischer Simulation (gemäß DIN VDE 0100-600)
  • Errichten von Niederspannungsanlagen Teil 6: Prüfungen - und DIN VDE 0105-100/A1 – Betrieb von elektrischen Anlagen A1: wiederkehrende Prüfungen
  • DIN VDE 0701 – 0702 Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte, Wiederholungsprüfung elektrische Geräte, Allgemeine Anforderungen für die elektrische Sicherheit
  • Einführung in die Antennentechnik, terrestrische Anlagen, kleine BK-Anlagen, Satellitenempfang - Anlagenplanung, Berechnungsgrundlagen
  • Kennenlernen und Beherrschen der Auswahl, Verlegung und der Konfektionierung von Leitungen für Empfangs- und Kommunikationsanlagen
  • Elektrische und mechanische Vorschriften
  • Messwerterfassung an den Antennenanlagen des Ausbildungslabors unter Benutzung des Radio-/TV Messempfängers
  • Installationsübung am Beispiel der Erweiterung einer bestehenden BK-Anlagen für sieben Nutzer und Inbetriebnahme einer SAT Anlage für vier Teilnehmer
  • Praktische Installationsübung für einen DS-Asynchronmotor mit einer Schützschaltung, inklusive Selbsthaltung, Betriebsanzeige und Störmeldung, sowie Installation und Einstellung eines Motorschutzschalters
  • Erweiterung der Schaltung zur Nachlaufsteuerung mittels ansprech- und rückfallverzögertem Relais, Wendeschützschaltung
  • Steuerung in Betrieb nehmen, hinsichtlich ihrer Funktion prüfen und bewerten

3./4. Lehrjahr

  • Praktische Installationsübung für einen DS-Asynchronmotor für zwei Drehrichtungen und Drehzahlen
  • Erweiterung der Steuerung unter 1 um eine zweite Befehlsstelle in Kombination mit einer programmierten Kleinsteuerung (Logo)
  • Praktische Installationsübung für einen DS-Asynchronmotor mit Stern-Dreieck-Anlauf, für Handumschaltung und Automatik mittels Zeitrelais
  • Erweiterung der Steuerung unter 3 durch eine programmierte Kleinsteuerung (Easy)
  • Erstellen von Programmen für die SPS S7-222 REL 1.11 in Simatic für das abluftgesteuerte Ausfahren eines doppelt wirkenden Zylinders über ein 5/2-Wege-Magnetventil,die Vorgaben dazu stehen in einem Pneumatikplan zur Verfügung
  • Erweiterung der installierten und programmierten Anlage mit Sensoren und Aktoren, unter Einhaltung der EN 60 204-1 aus 1997 und EN 60 447 aus 1994 zur Lageerkennung, Arbeitskrafterkennung und Zustandssignalisierung
  • Kennenlernen des Aufbaus, der Wirkungsweise von Leistungsdioden, Thyristoren, Triacs und Leistungstransistoren
  • Kennenlernen des Schaltungsaufbaus und der messtechnischen Untersuchung der Schaltungen mit den oben genannten Bauelementen bei der Anwendung als Schalter, Steller und Stromrichter
  • Kennenlernen der Drehzahl- und Drehmomentensteuerung für Gleichstrommaschinen und Drehstromasynchronmotoren

Fördermittelgeber

Weitere Informationen

Gina Gramsch
030 259 03 420
gramsch(at)hwk-berlin.de

Fachliche Beratung

Veit Schubert
030 259 03 438
schubert(at)hwk-berlin.de